1919
Ein mutiger Neuanfang
Wilhelm Wähler eröffnet gemeinsam mit seiner Frau Ella am Markt 1 in Dorum ein Elektroinstallationsgeschäft.

Der gelernte Elektroinstallateur hat in Magdeburg seine Wurzeln, er hat eine Ausbildung bei Siemens absolviert und sein Handwerk auf Montagen in ganz Deutschland perfektioniert. Einen Meisterbrief besitzt er nicht – doch das hindert ihn nicht daran, seinen Traum zu verwirklichen.
1910 wird die Tochter Marie geboren. Mit ihrer Hochzeit im Jahre 1936 mit Bruno Seier vereinen sich die Familienzweige Wähler und Seier
Während sich die Elektrifizierung langsam auch auf dem Land durchsetzt, werden Haushalte mit oberirdischen Freileitungen versorgt. Die ersten Strominstallationen sind einfach: eine Bakelit-Steckdose und ein Drehschalter für meist nur eine Lampe pro Raum. In den Haushalten liegen Leitungen meist auf Putz.

Doch Wähler denkt weiter. Als sich ihm die Gelegenheit bietet, an der Elektrifizierung einer Zeppelinhalle in Friedrichshafen mitzuwirken, zögert er nicht. Kurzerhand verpachtet er sein Geschäft und zieht an den Bodensee – ein Unternehmer mit Weitblick und Tatendrang.
Großes Bild: Die Alsumer Straße in Dorum mit den Leitungsmasten.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Dorum ein kleines, landwirtschaftlich und vom Fischfang geprägtes Dorf an der Nordseeküste. Die Straßen waren noch unbefestigt, der Tourismus hier noch ein Fremdwort.
1939
Die Kriegsjahre
Der Zweite Weltkrieg bricht aus, und Wählers Expertise wird für militärische Bauvorhaben genutzt. Er arbeitet an Elektroanlagen für die Wehrmachtsbunker auf Helgoland und in Norwegen, während seine Ehefrau Ella gemeinsam mit Tochter Marie das Geschäft in Dorum aufrechterhält. Trotz der schweren Zeiten bleibt das Unternehmen bestehen.
1947
Der Wiederaufbau beginnt
Nach dem Krieg steht Deutschland im Zeichen des Wiederaufbaus – auch Wilhelm Wähler packt an. Gemeinsam mit sechs Mitarbeitern baut er als Partner der Überlandwerk Nordhannover AG die Stromversorgung in Nordholz auf.

Bescheidene Rechnung – auch mit kleinen Arbeiten muss Geld verdient werden
1948
Bewegender Moment
Inmitten des harten Alltags folgt am Heiligabend ein bewegender Moment: Maries Ehemann, Bruno Seier, kehrt nach langer Kriegsgefangenschaft aus Russland zurück. Just als Marie Elektromaterial in Bremerhaven besorgen will, trifft sie ihn zufällig am Bahnsteig. Ein Wiedersehen voller Emotionen.

Bruno fasst neuen Mut, beginnt mit 40 Jahren in Bremerhaven eine Lehre als Rundfunkmechaniker und steigt wenig später in das Familienunternehmen ein.
1952
Wandel und Wachstum
Das Geschäft entwickelt sich weiter. Neben den Elektroinstallationen erweitert sich der Einzelhandel nun über Elektrogeräte hinaus auch auf Rundfunkgeräte. Fernsehen ist noch eine Seltenheit.
Wähler ist viel unterwegs, meist in seinem markanten Goliath-Dreirad-Lastenmobil mit der Aufschrift „Elektro- und Telefonbau Wilh. Wähler“. Überall dort, wo Strom und Telefonleitungen fehlen, rückt sein Team aus.

Nach der mittleren Reife entscheidet sich Klaus Seier, Sohn von Bruno und Marie, für eine Ausbildung als Elektriker. Er beginnt seine Lehre bei der Fischerei-Betriebsgesellschaft in Bremerhaven – ein solider Start in ein Handwerk, das ihn ein Leben lang begleiten wird.

- Das in Bremen gebaute Goliath 3-Rad war ideal für Händler und Handwerker. In den 1950ern half es beim Wiederaufbau – dann kamen vierrädrige Transporter und rollten dem Goliath den Rang ab.
- Im Jahr 1952, als das reguläre Fernsehen in der Bundesrepublik startete, gab es nur etwa 1.000 Fernsehzuschauer. Fernsehgeräte waren extrem teuer und kaum verbreitet – ein Gerät kostete damals rund 1.000 DM, was etwa vier Monatsgehältern eines Durchschnittsverdieners entsprach.
1954
Das Unternehmen wächst
In dieser Zeit beschäftigt das Unternehmen Wähler rund 60 Mitarbeitende – viele von ihnen Quereinsteiger, die buchstäblich auf der Straße angesprochen und direkt mit auf die Baustelle genommen werden.
Das Verlegen von Freileitungen war Knochenarbeit: Nur mit Hilfe eines Seilzugs,einem mechanischem Gerät mit Ratschenmechanismus, wurden die Masten aufgerichtet. Lange Holzmaste wurden von Hand getragen, schwere Kabel durch schneebedeckte Felder gezogen.

Bei Winterstürmen reißen Leitungen – Wählers Männer sind die Ersten, die zur Reparatur ausrücken – ein gute Einnahmequelle im Winter.

Doch die Zeit bringt Veränderungen: Nach und nach ersetzt das Unternehmen Freileitungen durch unterirdische Erdkabel.
Die nächste Generation
Wilhelm Wähler mit seinem Schwiegersohn Bruno Seier.
Bruno Seier mit seinem 1937 geborenen Sohn Klaus
Die dritte Generation mit der ersten
Wilhelm Wähler mit seinem Enkel Klaus
Es geht voran
Bruno Seier und Wilhelm Wähler sind stolz, dass sie sich einen Mercedes als Firmenwagen leisten können.
Es trägt noch das Besatzungskennzeichen mit „BN“ für Britisch-Niedersachsen
Die Wirtschaftswunderzeit
Mit der Einführung der D-Mark 1948, der sozialen Marktwirtschaft und der Hilfe durch den Marshallplan entwickelte sich das kriegszerstörte Land schnell. Auch Wilhelm Wähler packt an. Er führt das Unternehmen mit fester Hand, ist nicht nur Chef, sondern auch ständig vor Ort. Er kennt jeden Handgriff seiner Arbeiter und duldet keine Nachlässigkeit.
Als er eines Tages eine Gruppe Männer erwischt, die ihre Pause überzieht, lässt er seinem Unmut freien Lauf. Doch am Ende stellt sich heraus: Es sind gar nicht seine eigenen Leute, sondern Beschäftigte der Konkurrenz. Deren Chef bedankt sich später augenzwinkernd für die unbeabsichtigte Disziplinierung.
Die Firma wächst. Ein Großauftrag der Bundespost für Telefonleitungen in Bremerhaven bringt neue Herausforderungen: Kabel mit bis zu 1000 Adern müssen durch enge Schächte gezogen werden. Gleichzeitig weitet das Unternehmen sein Einsatzgebiet aus – von Cuxhaven über Hamburg bis in die Lüneburger Heide, nach Rotenburg und Bremen.
Währenddessen erweitert Klaus Seier sein Fachwissen. Neben seiner Elektriker-Ausbildung absolviert er eine zweite Lehre als Radio- und Fernsehtechniker bei Nordmende in Bremen.

Ausbildung bei Nordmende, Klaus Seier 4. von links
1961
Vom Lehrling zum Meister
Mit Ehrgeiz und Fleiß geht Klaus seinen Weg weiter. Nach einer achtmonatigen Weiterbildung im Internat legt er erfolgreich die Meisterprüfung als Elektroinstallateur vor der Handwerkskammer Oldenburg ab. Nun ist er bereit, in das Familienunternehmen einzutreten.
Der Alltag ist geprägt von harter Arbeit – und von Bargeld. Löhne werden in bar ausgezahlt, die Beschäftigten erhalten ihre Lohntüten direkt in die Hand. Klaus selbst übernimmt das Einsammeln der Zahlungen bei den Auftraggebern. In seiner Aktentasche transportiert er teils bis zu 8000 D-Mark am Tag – ein Risiko, das er damals kaum hinterfragt.
1964
Ein Abschied und eine neue Ära
Am 7. April 1964 verstirbt Wilhelm Wähler nach 45 Jahren an der Spitze des Unternehmens. Die Verantwortung geht auf Bruno Seier über, doch es ist sein Sohn Klaus, der sich um den Freileitungsbau kümmert – ein körperlich fordernder Bereich, der ihn oft an seine Grenzen bringt.
1969
Ein unerwarteter Schicksalsschlag
Am 6. Dezember 1969 schlägt das Schicksal erneut zu: Bruno Seier verstirbt unerwartet mit 61 Jahren. Für Klaus Seier ist dies nicht nur ein persönlicher Verlust, sondern auch eine gewaltige Herausforderung. Mit 32 Jahren steht er nun als alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer an der Spitze eines Unternehmens, das gleich in eine Krise gerät. Der langjährige technische Leiter verlässt die Firma und gründet nur 25 Kilometer entfernt ein Konkurrenzunternehmen mit demselben Leistungsspektrum – und der Absicht, die Belegschaft mit sich zu nehmen. 30 Mitarbeitende verlassen Wähler. Der Fortbestand des Unternehmens steht auf der Kippe.
Doch Klaus Seier gibt nicht auf. Mit unermüdlichem Einsatz, und einer Prise Hartnäckigkeit gelingt es ihm, einige abgewanderte Kräfte zurückzugewinnen.
Neben der Arbeit gibt es auch das private Glück: Klaus heiratet 1962 seine Jugendliebe Marianne Nentwig.

Technischer Fortschritt
„Mein Arbeitstag hatte 25 Stunden“, sagt er später. Frühmorgens versorgt er die Kolonnen mit Material, hält engen Kontakt zu seinen Kunden und sorgt für einen kollegialen Zusammenhalt im Betrieb.
Mit modernen VW-Transportern mit Doppelkabine, Unimogs, fahrenden Baggern und Treckern wird die Arbeit effizienter und sicherer.
Trotz des technischen Fortschritts bleibt die Verwaltung unverändert: Buchführung und Rechnungslegung erfolgen weiterhin im Wohnhaus des Eigentümers – wie seit Jahren.
Der Unimog (Universalmotorgerät) wurde seit den 1950er Jahren zu einem der vielseitigsten Nutzfahrzeuge der Welt. Ursprünglich für die Landwirtschaft entwickelt, fand er schnell Anwendung in Forst- und Bauwirtschaft, bei Feuerwehr, Militär und Expeditionen. Seine herausragende Geländegängigkeit verdankt er dem Portalachs-Prinzip, bei dem die Achsen oberhalb der Radmitte liegen. Dies sorgt für eine hohe Bodenfreiheit und ermöglicht den Einsatz in schwierigstem Gelände. Über die Jahrzehnte hinweg wurde der Unimog kontinuierlich weiterentwickelt, blieb aber seinem Grundkonzept treu: ein kompakter Alleskönner mit großer Flexibilität und robustem Aufbau.
Bei Wähler sind auch heute Unimogs im Einsatz, jedoch in Größe und Stärke nicht mit denen der 50er zu vergleichen.
1973
Klaus Seier erhält Verstärkung
Mit Werner Arndt kommt 1973 ein neuer wichtiger Mann ins Unternehmen.

Der Elektromeister aus Meckelstedt bringt Auslandserfahrung mit und entwickelt sich schnell zu einer der wichtigsten Stützen von Klaus Seier. Sein Gespür für Menschen, sein Verhandlungsgeschick und seine unermüdliche Energie ergänzen den strategischen Unternehmergeist Seiers perfekt. 1982 erhält er Prokura – ein Zeichen des tiefen Vertrauens, das Seier in ihn setzt.
Das Einsatzgebiet erweitert sich. Wähler wird Vertragspartner der Stadtwerke, der Bundespost und der Überlandwerke Nord Hannover. In Bremervörde entsteht ein neuer Standort, weitere Außenstellen dienen als Werkstätten, Materiallager und Dispositionszentren.
Auch als das Unternehmen stetig wächst, bleibt die Verwaltung am Ursprungsort – im Wohnhaus der Familie Seier. Hier hält Charlotte Ekeloh, die erste Sekretärin von Klaus Seier, die Fäden in der Hand und sorgt gemeinsam mit Heidrun Hinners dafür, dass alles seinen geregelten Lauf nimmt.
(Bild: Heidrun Hinners (links) und Susanne Meyer)

Kundenbindung als Erfolgsrezept
Der Erfolg von Wähler ist kein Zufall. Klaus Seier setzt auf Vertrauen, langfristige Kundenbeziehungen und modernste Technik. Auf Messen besiegelt er Kaufverträge noch per Handschlag – etwa, als er drei Bagger bestellt. Das Prinzip des „Ehrbaren Kaufmanns“ ist gelebte Realität.
Krabbenkutterfahrten mit Kunden schaffen Nähe und stärken die Beziehung.
1986
Wähler wird Unternehmensgruppe.
Klaus Seier übernimmt die Firma Kuhlmann Leitungsbau in Neu Darchau, die er zuvor bereits als Teilhaber begleitet hatte. Mit der Übernahme entsteht ein selbstständiges Tiefbauunternehmen. Gleichzeitig treibt Wähler die technische Modernisierung voran: Grabenfräsen, Bodendurchschlagsgeräte („Raketen“) und selbstfahrende Duofahrzeuge – vorne Radlader, hinten Bagger – revolutionieren die Arbeit.
Die Kommunikationswege werden ebenfalls effizienter. Wählers Kolonnen erhalten die damals hochmodernen B-Netz-Mobiltelefone, die den halben Kofferraum eines Autos füllen. Heiner Hüttemann erinnert sich: „Laut Bundespost waren wir die Firma mit den meisten dieser teuren Geräte.“

1987 feiert Klaus Seier seinen 50. Geburtstag und wird von der Belegschaft mit der Aufstellung aller Wähler-Fahrzeuge im Dorumer Tief überrascht.
Gas kommt hinzu
Seier und Arndt erkennen das Potenzial der Gasrohrverlegung und gewinnen den renommierten Gastiefbauexperten Friedrich Bolte. Aufträge folgen.
1987
Frank von der Geest kommt als Bauleiter.

Der Diplom-Ingenieur bildet sich bis 1991 zum Schweißfachingenieur weiter. Aus seinen Kontakten zu den Hamburger Gaswerken entstehen Aufträge. Weitere Gasversorger folgen.
1989: Wähler erhält die Zulassungen für G3, G2 und G1 und kann alle Rohrverlegungen und Montagen im Gassektor anbieten.
Das Wähler-Logo mit den Blitzen erscheint nun mit dem neuen Sektor Gas als böses Omen und wird geändert.

Diplom-Betriebswirt Heiner Hüttemann verstärkt das Führungsduo Seier/Arndt als Prokurist.

Mit ihm wird der Hauptsitz zum modernen Verwaltungs- und Organisationszentrum. Er führt eine interne Finanzbuchhaltung ein und modernisiert die Auftragskalkulation und Betriebsabrechnung. Wähler kauft erste Personal Computer.

Rückschläge
Wähler leistet seinen Beitrag zum Aufbau Ost. Die 1988 erworbene Firma Warstat in Henstedt-Ulzburg wird nach Wittenberg in Mecklenburg-Vorpommern verlegt und bildet die Basis für Aktivitäten in den neuen Bundesländern. Aufträge für Verlegungen in Kabelgräben sowie Freileitungsarbeiten folgen.
Expansionsversuche auf dem Berliner Markt scheitern. Nicht ansässige Firmen haben praktisch keine Chance.
Ein Joint Venture im weißrussischen Minsk erweist sich ebenso als Fehlschlag wie ein Tochterunternehmen in Ungarn. Instabile politische Bedingungen, Mentalitätsunterschiede und geografische Entfernung führen zum Projektabbruch.


In Belarus: Klaus Seier mit seinen weißrussischen Partnern
1991
Innovationsschub
Die Baugerätebranche erfährt einen Innovationsschub, den Wähler nutzt. Neue Verfahren machen vorher Unmögliches möglich. Wähler kauft erste Geräte zum Berstlining, Horizontalbohren und Microtunneling.

Die Firma Heidtmann aus Hamburg musste Konkurs anmelden. Die Vermittlung des Fachpersonals der Firma Heidtmann übernahm ein führender Mitarbeiter der HGW.
Der spätere Bauleiter Peter Schulze trat am 01.05.1991 mit drei Kollegen als zusätzliche Kolonne den Dienst bei uns an.

Die Hamburger Gaswerke sollten in den kommenden Jahren zu einer unserer wichtigsten Auftraggeber werden, zumal die HGW Ihre Tochtergesellschaft Hanse Gas gründete, die die Gasversorgung in Mecklenburg-Vorpommern übernahm.
Unsere erste Mitarbeiterin im heutigen technischen Sekretariat Andrea Lambeck, Tochter von Herrn Schulze begann im April 1994 im Homeoffice. Dies war der Startschuss für unsere heutigen technischen Sekretariate.
1993
Die vierte Generation
Ulrich Seier, der 1966 geborene Sohn von Klaus und Marianne, weiß früh, dass er einmal das Familienunternehmen lenken wird, und qualifiziert sich breit – im Elektrohandwerk sowie durch ein Studium der Betriebswirtschaft.

Ulrich Seier gründet mit der Wilhelm Wähler Spezialtiefbau GmbH eine eigene Firma in Wittenberg. Ihr Fuhrpark besteht zunächst aus einem gebrauchten Opel-Kombi, einem alten LKW sowie einem Horizontalbohrgerät. Das Unternehmen platziert sich erfolgreich am Markt.
1993
Wähler baut ein Verwaltungsgebäude sowie eine große Werkhalle im Dorumer Gewerbegebiet und erwirbt hier Flächen für Fahrzeuge und Geräte.
Für den Aufbau Ost wurde am 03.05.1993 Jochen tom Wörden als Montageleiter eingestellt.

Im selben Jahr bereicherte Rudolf Kunze als erfahrener Gas- und Wasserfachmann mit seinem Wissen für Wähler und war ebenfalls zunächst in Ostdeutschland tätig.
Kommunikation GROSS geschrieben
Während Ulrich Seier seine eigene Firma führt, bringt er Impulse in das elterliche Unternehmen ein. Zum Beispiel initiiert er die Mitarbeiterzeitung Rohrpost als festen Bestandteil der Unternehmenskultur. Sie informiert über Unternehmensentwicklung, Projekte und Firmenevents.
1995
Am 1. Juli 1995 scheint ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte zu beginnen: Die Wilhelm Wähler Leitungsbau GmbH wurde mit der TIRO GmbH verschmolzen. Der Tag war von starken Emotionen geprägt, denn mit der Fusion verschwand der traditionsreiche Name Wilhelm Wähler zunächst aus der offiziellen Firmierung. Vier Jahre später, im Jahr 1999, folgte jedoch eine unerwartete und umso erfreulichere Wendung: Die Gesellschaft erhielt den Namen Wilhelm Wähler Tief- und Rohrleitungsbau GmbH. Damit kehrte der angesehene Name in die Firmengeschichte zurück – ein Zeichen der Wertschätzung für die Wurzeln und die Identität des Unternehmens.
1996
Ausbau der Fachbereiche
Mit dem Eintritt von Jörg Kröncke am 2. Mai 1996 nahm der Abwasserdruckleitungsbau als neue Sparte Einzug in die Leistungspalette des Unternehmens.

Diese Jahre markierten zugleich den Beginn des Projektgeschäftes sowie der Einrichtung einer eigenen Kalkulationsabteilung, die im Jahr 2004 mit Rolf Joost als erfahrenem Kalkulator verstärkt wurde.

1997
Am 28. Juli 1997 kam Frank Rutkowski ins Unternehmen. Er übernahm die Organisation des Einkaufs und baute die Disposition, besonders in Bremervörde, zuverlässig auf.

Um künftig größere Leitungsdurchmesser und höhere Druckstufen verlegen zu dürfen, wurde 1997 die DVGW Zulassung G1 und W1 erlangt.
1998
Im Jahr 1998 zählte das Unternehmen bereits über 30 erfahrene Mitarbeiter im Kanalbau und im Kanalrohrvortrieb. An vorderster Stelle stand Heinrich Fredrich als Bauleiter.
Im selben Jahr erfolgte die Zusammenlegung des 1988 erworbenen Tiefbauunternehmens Warstatt aus Henstedt-Ulzburg mit Niederlassung in Wittenburg mit der TIRO GmbH.
Qualitätsmanagement
Gleichzeitig gewann das Thema Qualitätsmanagement zunehmend an Bedeutung. Unter der maßgeblichen Initiative von Werner Arndt wurde eine feste Struktur geschaffen: 1998 führte die Firma Wähler die QM-Zertifizierung nach ISO 9001 ein. Als erster QM-Beauftragter übernahm Hans-Hubertus Schwedler die Verantwortung für diesen Prozess.

2001
In den 2000ern wuchs die Kanalbauabteilung enorm und wurde anspruchsvoller. Das Gebiet wurde in westliche und östliche Bereiche aufgeteilt. Dipl.-Ing. Lars von Döhlen wurde 2001 als Bauleiter eingestellt.

und 2003 folgte die Einstellung von Dipl.-Ing. Michael Fredrich. Herr Fredrich schrieb seine Diplomarbeit bei Wähler über das Thema horizontales Bohrverfahren (HDD). Mit der Zulassung AKI erlangte Wähler im Jahr 2006 die höchste Güteschutzzulassung im Kanalbau.
Entwicklung des Standortes Bremervörde
Um die Organisation weiter zu stärken, wurde 2001 eine Räumlichkeit über der Garage in der ersten Halle hergerichtet. Dort konnte Günther Schramm, ein erfahrener 20-kV-Monteur, gewonnen werden, die Lagerhaltung für die EWE zu übernehmen.
Bereits seit 1973 bestand am Standort Bremervörde eine Werkstatt in der Industriestraße, aufgebaut unter dem damaligen Werkstattleiter Heinrich Wölbern.
Aufbau der Vermessungsabteilung
Ein weiterer wichtiger Schritt war die Einrichtung einer eigenen Vermessungsabteilung. Mit der Einstellung von Alexander Link konnten die dafür notwendigen Strukturen geschaffen werden.

Die ehemalige Hausmeisterwohnung in der Industriestraße 15a, direkt über der Werkstatt, bot die geeigneten Räumlichkeiten für diesen neuen Fachbereich.
2004
Generationswechsel
Nach 31 Jahren engagierter Arbeit geht Werner Arndt in den wohlverdienten Ruhestand.
Dipl.-Ing. Dipl.-Kfm. Heiko Braun tritt am 01.09.2004 als Geschäftsführer ins Unternehmen ein. Im selben Jahr fusionierten unsere Auftraggeber Schleswag AG und Hein Gas, so dass unser Aufgabengebiet sich neu aufstellte. Innerhalb weniger Jahre wuchs das Personal in diesem Gebiet von 10 auf über 100 Mitarbeiter. Maßgeblich bei der Entwicklung des daraus entstandenen Standortes in Seevetal war unser Bauleiter Peter Meißner, welcher im Jahr 2005 ins Unternehmen eintrat.

Auch bei der Entstehung des Standortes in Tornesch übernahm Peter Meißner zuerst die Leitung und wurde später von Danny Lemke abgelöst.

2006
Gründung der Seier Holding
Ulrich Seier bringt sein Unternehmen komplett in den elterlichen Firmenverbund ein und wird neben seinem Vater und seiner Mutter Gesellschafter der als Holding neugegründeten Seier GmbH.
An ihrer Seite steht Matthias Freytag als Einzelprokurist, den Ulrich Seier von „Wähler Spezial“ mitbringt.

Im Tochterunternehmen Tief- und Rohrleitungsbau Wilhelm Wähler GmbH wirkt Ulrich Seier als Geschäftsführer.
Zur Holding gehören zunächst Cuxland Ferienparks GmbH, Kuhlmann Leitungsbau GmbH, Tief- und Rohrleitungsbau Wilhelm Wähler GmbH,
2007
Um die rasant steigende Nachfrage nach Infrastrukturprojekten im Raum Hamburg zu bedienen, wird der Standort Seevetal eröffnet, Brackel aufgelöst. Seevetal wächst auf über 30 Mitarbeitende.
2008
Wachwechsel
Klaus Seier scheidet mit 71 Jahren als Geschäftsführer aus.

Mit Sohn Ulrich ist die vierte Generation im Familienunternehmen am Zuge.
Der Verbund wird in einer schwierigen Operation neu geordnet. Aus der Finanz- wird eine Managementholding, die Administration, Beschaffung und Investitionen der Tochterunternehmen bündelt. Sie übernimmt zum Beispiel Lohn- und Finanzbuchhaltung, Steuern und Versicherungen, Banking und strategischen Einkauf.
Frank von der Geest, der mit seinem Führungsteam auf Akquise und Ausführung der Projekte fokussiert, übernimmt die Geschäftsleitung der Wähler GmbH von Ulrich Seier.
2008
Wähler übernimmt Großprojekte wie die Glasfaserverlegung in der Kölner Innenstadt, eine Abwasserleitung durch den Nationalpark Wattenmeer, den Fernwärmeausbau am Flughafen Hannover und den Breitbandausbau in Stade. Wähler wird Generalunternehmer für Energieversorger wie Schleswig-Holstein-Netz und die Stadtwerke Hannover.
Arbeitssicherheit wird immer wichtiger. Dass Wähler in allen Arbeitsschutzbereichen fit ist, bescheinigt der TÜV Nord mit dem SCC**-Zertifikat.

2009
Neben Seevetal entstand 2007 ein weiterer Standort in Barsbüttel. Direkt nach seinem Studium 2009 trat Stephan Rode ins Unternehmen ein und übernahm die Leitung für diesen Standort.

2010
Unfallverhütung hat Priorität
In jedem Jahr finden Schulungen zur Unfallverhütung statt, die für alle Mitarbeitenden bei Wähler obligatorisch sind.
Wähler gründet eine Fernmeldeabteilung, weil die Telekom 2009 ihren Störungsdienst ausgliedert. Dank gut ausgebildeter Fernmeldemonteure wird Wähler qualifizierter Anbieter.
Die Seier-Gruppe zählt 291 Mitarbeitende und 59 Auszubildende
2013
Der erste duale Student beginnt seine Ausbildung, die praktische Arbeit im Unternehmen mit Vorlesungen an der Hochschule verbindet.
2014
Wähler übernimmt in Bad Bramstedt einen Teil der Firma Hecker mit 47 Mitarbeitenden sowie einem großen Fahrzeug- und Maschinenpark. Die Niederlassung zieht an einen neugebauten Standort in Bad Bramstedt. Wähler erkennt in Schleswig-Holstein Perspektiven und setzt mit verschiedenen Standorten und Betriebshöfen auf eine dezentrale Struktur, um kurze Rüstzeiten und Fahrtwege zu bieten.
2015
Aus Platzmangel in Dorum verlegte Wähler für 5 Jahre seinen Firmensitz ins Bundesland Bremen. In dieser Zeit übernahm Frank von der Geest als Geschäftsführer des ausscheidenden Geschäftsführers Heiko Braun.
2016
Wähler betreut beim Bau des A7-Deckels in Hamburg die Versorgungs- und Entwässerungsleitungen. Mit rund 13 Millionen Euro ist es das bisher größte Wähler-Projekt.
Wähler wird für E.ON erstmals mit der Verlegung von Seekabeln im Near-Shore-Bereich tätig. Das Projekt besteht aus zwei Einzeltrassen im Wattenmeer: 3.700 Meter Kabel zwischen den Inseln Föhr und Amrum sowie 4.200 Meter Kabel von Lüttmoorsiel auf dem Festland zur Hallig Nordstrandischmoor. Eingesetzt wird der Kabelpflug Nessie V, der Kabel im Wattenmeer transportieren und einpflügen kann.
Eine weitere Sparte erweiterte das Portfolio von Firma Wähler 2016. Neu hinzu kam der Bereich Ingenieur- und Hochbau.
Klaus Detje trat als erfahrener Bauleiter ins Unternehmen ein.

2016
Wähler erweitert sein Angebot um Beton- und Hochbau. Erste Projekte sind ein Löschwasserbehälter sowie ein Rundbehälter und eine Pumpstation auf der Kläranlage in Hagenow.
Die neue Sparte erfordert neue Werkzeuge und Maschinen wie Trapez-Träger-Schalungen und einen Schnellmontagekran. Aufträge für weitere Kläranlagen, Wohneinheiten und ein Freibad folgen
2016
Mit der Gründung der Datacon GmbH mit Sitz in Bremerhaven und dem Aufbau eines eigenen Rechenzentrums treibt die Seier-Gruppe ihre Digitalisierung voran. Tablets und Smartphones werden flächendeckend im Unternehmen eingeführt. Im selben Jahr übernimmt Ulrich Seier mit 49 Jahren die Geschäftsanteile seiner Eltern und wird alleiniger Gesellschafter – der Übergang in die vierte Generation ist damit vollzogen.
2017
Durch das enorme Wachstum des Standortes Bremervörde mit den Abteilungen Werkstatt, Disposition und Vermessung wurde entschieden angrenzende Flächen zu kaufen und umzubauen. Durch den Abriss einer alten Immobilie wurde weiterer Platz für Geräte, Werkzeuge und Maschinen geschaffen. Bremervörde ist von der Fläche der größte Standort von Wähler.
Als erstes norddeutsches Tiefbauunternehmen erhalten die Seier-Firmen Wähler und Kuhlmann das renommierte Siegel Best place to learn.

2018
Nachwuchs zu gewinnen wird angesichts geburtenschwacher Jahrgänge schwieriger. Die Seier-Gruppe gründet eine zentrale Human-Resources-Abteilung. Durch intensiven Austausch mit den Tochterfirmen wird das Ausbildungsangebot immer attraktiver, und die Zahl der Azubis steigt. Ein Plus ist die persönliche Betreuung.

Ein Azubi-Live-Event
Ulrich Seier gründet den Entsorgungsfachbetrieb Mudcon.

2019
Die Tief- und Rohrleitungsbau Wilhelm Wähler GmbH begeht ihr 100-jähriges Jubiläum mit einem großen Fest in den Bremer Messehallen.



2019
Das Unternehmen ist Komplettanbieter im erdverlegten Leitungsbau und eine feste Größe in Norddeutschland. Wähler baut Leitungen für Wohnhäuser, Behörden und gewerbliche Zwecke.
Die Seier-Gruppe beschäftigt über 500 Mitarbeitende an zehn Standorten in den Arbeitsbereichen Tief-, Kanal- und Rohrleitungsbau, Saugbaggern und Microtunneling.
2019
Wähler gewinnt den renommierten „Großen Preis des Mittelstands“ und überzeugt in den fünf Kategorien: Gesamtentwicklung, Schaffen und Sichern von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, Modernisierung und Innovation, Engagement in der Region sowie Service und Marketing.
Mitarbeiterzahl und Auftragsvolumen steigen weiter rasant.
Die Seier-Gruppe erhält das Qualitätssiegel Guter Ausbilder.
2019
Die nächste Generation kündigt sich an: Ulrich Seiers Tochter Tessa-Thalea schließt ihre Ausbildung zur Bankkauffrau ab und volontiert in der Unternehmensgruppe.
Eine Familienstiftung bewahrt den Unternehmensspirit
Ulrich Seier hat die Seier Unternehmensgruppe im Jahr 2019 in eine Familienstiftung überführt, um den Fortbestand des über 100 Jahre alten Familienunternehmens langfristig zu sichern und vor Zersplitterung oder dem Zugriff Dritter zu schützen. Für ihn stand im Vordergrund, die wirtschaftliche Stabilität und den menschlichen Geist des Unternehmens zu bewahren – unabhängig von familiären Entwicklungen oder persönlichen Schicksalen. Die Stiftung soll nicht nur künftigen Generationen finanzielle Sicherheit bieten, sondern auch das Unternehmen und damit die Existenz vieler Mitarbeitender und ihrer Familien in schwierigen Zeiten absichern. Damit ist gewährleistet, dass die Unternehmensführung auch ohne ihn funktioniert und Nachfolgefragen geregelt sind, ohne die nächste Generation unter Druck zu setzen.
Seine Tochter Tessa-Thalea Seier war von Anfang an in den Prozess eingebunden und sieht in der Stiftung eine verantwortungsvolle, flexible Form der Nachfolge, die ihr und künftigen Familienmitgliedern Mitgestaltung ermöglicht.
2020
WÄHLER zurück in Dorum
Was lange ein Wunsch war, ist nun Realität: Am 4. Mai zogen zwölf Kolleginnen und Kollegen von Bremerhaven zurück nach Dorum – in den neuen Firmensitz auf dem Gelände der ehemaligen EWE.
Das moderne Gebäude im Speckenfeld 5 liegt in direkter Nachbarschaft zur SEIER GmbH und bietet ausreichend Platz für alle Mitarbeitenden aus Dorum und Bremerhaven. Verwaltung und Bauleitung arbeiten nun wieder unter einem Dach.
Genau fünf Jahre zuvor, am 4. Mai 2015, war WÄHLER wegen Platzmangels nach Bremerhaven ausgewichen. Jetzt heißt es: „Leinen los“ – zurück an die Wurster Nordseeküste, wo vor 101 Jahren alles begann.
Ulrich Seier definiert Herausforderungen für die Führung des mittelständischen Unternehmens. Der Gesellschafter will den Teamgedanken weiter intensivieren und sich mit noch mehr Spezialisten für Teilgebiete umgeben. Ein gutes Bauchgefühl sei weiterhin nicht zu ersetzen. Es gelte, die Füße auf dem Boden zu behalten.
2022
Großer Preis des Mittelstandes für Klaus Seier
Klaus Seier (85), Ehrenbürger von Dorum, wurde in Düsseldorf mit dem Großen Preis des Mittelstandes ausgezeichnet. Die Oskar-Patzelt-Stiftung würdigte damit sein Lebenswerk als Unternehmer und langjähriger Bürgermeister.

Seier baute die Seier Gruppe zu einem erfolgreichen Familienunternehmen mit über 1.700 Mitarbeitenden aus, engagierte sich für Naturschutz, Tourismus und soziale Belange und blieb seiner Heimat stets verbunden.
„Von Beruf war ich immer Kümmerer“, sagt er selbst.
2022
Seit dem 1. Juli ist die WÄHLER-Geschäftsführung komplett:
An der Seite von Frank von der Geest, der die Geschicke des Unternehmens
bereits seit 1. Oktober 2015 erfolgreich leitet, ist Michael Fredrich nun neu dabei.
2022
Übernahme von BHK
Seier übernimmt die seit 190 bestehende Firma BHK: Seither profitieren die Mitarbeitenden von größerer Sicherheit und besseren Perspektiven – und das Unternehmen selbst von einer stabilen Basis für nachhaltiges Wachstum innerhalb der Gruppe.
Ulrich Seier gründet einen Baubedarf-Online-Shop speziell für Werkzeug und Arbeitsmittel rund um die Baustelle.
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2023
Die Seevetaler Wähler-Teams beziehen ihr neues Domizil im Hamburg-Harburg
2024
Klaus Seier, geboren 1937, prägte als Unternehmer und Bürgermeister über Jahrzehnte seine Heimat Dorum. 38 Jahre lang leitete er das Familienunternehmen in dritter Generation, 37 Jahre amtierte er als Bürgermeister. Früh übernahm er Verantwortung für Naturschutz, den Tourismus und den wirtschaftlichen Ausbau der Region. Für seine kommunalen und regionalen Verdienste wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Nach der Lehre als Elektriker und Technikerausbildung übernahm er mit 31 Jahren den Betrieb seines Großvaters Wilhelm Wähler. Klaus Seier entwickelte das Unternehmen konsequent weiter, gründete 1979 die Cuxland Ferienparks GmbH und baute die Kuhlmann Leitungsbau GmbH zum bundesweit führenden Infrastrukturdienstleister aus.
2006 übergab er die Führung an seinen Sohn Ulrich, der die Gruppe in eine Managementholding überführte. Die Seier Holding mit Sitz in Dorum bleibt ihren Wurzeln treu und handelt seit jeher werteorientiert. Klaus Seier engagierte sich darüber hinaus stets karitativ und kulturell. Für sein Lebenswerk als Unternehmer erhielt er den Großen Preis des Mittelstandes.
Nach einem erfüllten Leben ist Klaus Seier in den späten Abendstunden des 27. Januar– fünf Tage vor seinem 87. Geburtstag –friedlich eingeschlafen.
2024
Neuer Standort
Ende Dezember feierte WÄHLER die Schlüsselübergabe für das neue Betriebsareal in Drochtersen – ein starkes Signal für Mitarbeitende, Region und Kunden. Auf 7.000 m² entstand ein moderner Standort mit Werkhalle, Verwaltung und Waschhalle. Rund 50 Beschäftigte richten sich dort ein. Die SEIER Gruppe bekräftigt ihr Bekenntnis zum Standort und fördert mit Ausbildungs- und Quereinsteigerplätzen gezielt den Fachkräftenachwuchs.

2024
2024: IBV wird Teil der SEIER Gruppe
Das 1933 gegründete Vermessungsbüro firmiert nun als IBV – mit bewährtem Team und neuem Standort in Altona.
IBV steht für präzise Bauvermessung, 3D-Laserscanning, CAD-Auswertung und GIS-basierte Dokumentation.
Ein starker Zuwachs für die SEIER Gruppe. Klar, digital, zukunftsgerichtet.
2025
Operation am offenen Herzen
Am Altenwerder Damm – dem pulsierenden Zubringer zum Burchardkai – verlegte WÄHLER Ende März unter Hochdruck neue Versorgungsleitungen. Der Hamburger Hafen gönnt sich kaum Pausen, deshalb wurde im Schichtbetrieb rund um die Uhr gearbeitet. Für exakt 96 Stunden war die Gleisanlage außer Betrieb – keine Sekunde länger.
Zwei Stahlschutzrohre (DN 1.200 und DN 300, je 15 Meter lang) wurden verbaut – eines für Regenwasser, eines für Fernmeldekabel. Trotz enger Fristen und Tiefe bis 4,50 Meter lief alles wie geplant – unterstützt durch schweres Gerät und ein top eingespieltes Team.
Der Tiefbau begann Freitagabend, bereits Sonntagvormittag war alles erledigt – 36 statt 96 Stunden! Wenige Tage später folgte der Einbau eines Schachtbauwerks DN 1.500.
Fazit: Bauzeit halbiert, Betrieb pünktlich wiederaufgenommen – ein voller Erfolg.

Überschrift 2
Text 2
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Stärke im Hintergrund
Die Frauen der Familie
Ella Wähler
Nachdem Wilhelm und Ella Wähler das Elektroinstallationsgeschäft gegründet hatten und während Wilhelm auf Baustellen arbeitete, führte Ella den Laden, betreute die Kundschaft, erledigte die Buchführung und hielt den Haushalt in Gang.
Als der Zweite Weltkrieg ausbrach und Wilhelm für militärische Bauvorhaben auf Helgoland und in Norwegen eingesetzt wurde, führte Ella das Geschäft gemeinsam mit ihrer Tochter Marie weiter. Trotz Materialknappheit und ungewisser Zeiten blieb der Betrieb bestehen – vor allem durch Ellas Beharrlichkeit und ihren Sinn für Ordnung.
Auch im Familienleben war sie eine Frau mit klarer Haltung. Enkel Klaus erinnerte sich an ihre Entschlossenheit und ihren trockenen Humor: Wenn er als Kind mit dem Dreikantschaber „Opa Wählers“ Opel-Kapitän verschönerte oder mit Kleister die Tapeten ruinierte, griff Ella sofort ein und versuchte, den Schaden zu begrenzen.

Als Klaus eine Lehrstelle als Elektriker im Fischereihafen antrat, war sie nur mäßig begeistert. In ihren Augen wären handwerkliche Berufe wie Bäcker oder Schlachter bodenständiger gewesen. Und als er mit seiner Jugendliebe Marianne Nentwig bereits sieben Jahre „ging“, bestand sie darauf, dass erst die Meisterprüfung bestanden sein müsse, bevor eine Eheschließung infrage kam – vielleicht in der stillen Hoffnung, dass sich die Verbindung noch verlaufen und eine „gute Partie“ finden würde.
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Marie Seier
Marie Seier, geborene Wähler, war eine für ihre Zeit bemerkenswert selbstständige und tatkräftige Frau. Schon früh erlernte sie Dinge, die für Frauen in der niedersächsischen Provinz ungewöhnlich waren – sie spielte Tennis und fuhr Auto. Nach ihrer Rückkehr aus Potsdam unterstützte sie ihre Mutter mit Energie und Geschäftssinn im Verkauf von Haushaltsgeräten, absolvierte gleichzeitig ihre Ausbildung zur Krankenschwester und arbeitete im Hilfskrankenhaus Darum. Dort kümmerte sie sich nicht nur um körperlich Verwundete, sondern auch um seelisch Leidende, besonders um Flüchtlinge und Vertriebene, deren Schicksal sie tief berührte.
Klaus Seier erinnert sich an seine Mutter als warmherzige, hilfsbereite und unerschütterlich engagierte Frau mit ausgeprägtem sozialen Bewusstsein. Sie war weder eitel noch standesbewusst, sondern stets bereit, Verantwortung zu übernehmen – ob als Krankenschwester, Arzthelferin oder Fahrerin. In einer von Entbehrungen geprägten Zeit verkörperte Marie Seier Tatkraft, Mitgefühl und eine stille Form weiblicher Emanzipation, die aus innerer Stärke und Menschlichkeit erwuchs.

Doch hinter dieser Stärke verbarg sich auch ein strenger Zug. Als Klaus an seinem 21. Geburtstag mit einer halbstündigen Verspätung heimkehrte, empfing ihn seine Mutter wütend mit einer schallenden Ohrfeige – eine Demütigung, die er nie vergaß. Marie Seier hatte stets versucht, ihren Sohn, der zu einem selbstbewussten jungen Mann herangewachsen war, „an der kurzen Leine“ zu halten.
In den 1960er-Jahren wandelte sich das Familienunternehmen: Aus der ursprünglichen Baukolonne entstand ein expandierender Leitungsbaubetrieb. Die Schließung des traditionsreichen Ladengeschäfts Am Markt 1 bedeutete für Marie Seier einen tiefen Einschnitt. Vermutlich fiel ihr dieser Schritt am schwersten, denn mit dem Ende des Verkaufsraums schwand auch ihr Einfluss auf das Unternehmen Wähler. Nun führte Frau Charlotte Ekelow, die erste Sekretärin, die Bücher und übernahm zunehmend die organisatorische Verantwortung. Für Marie Seier, die ihr Leben lang aktiv mitgestaltet hatte, war dies ein schmerzlicher, aber unausweichlicher Abschied von einer Epoche, die sie mit Tatkraft, Disziplin und Herz geprägt hatte.
Marianne Seier
Marianne und Klaus Seier lebten die in den 1960er-Jahren übliche Arbeitsteilung: Er im Beruf und in öffentlichen Ämtern, sie als Rückgrat der Familie. Während ihr Mann häufig unterwegs war, hielt Marianne den Alltag am Laufen – mit Verantwortung für Kinder, Haushalt und das kleine Glück dazwischen.
Schon vor der Ehe bewies sie Charakter: Sie blieb sieben Jahre lang an seiner Seite, obwohl ältere Verwandte den „standesgemäßen“ Bund skeptisch sahen. In der Ehe war sie das ruhende Zentrum, humorvoll und zupackend, zugleich sensibel für familiäre Spannungen – etwa, als sie den Bau eines eigenen Hauses anregte, um mehr Eigenständigkeit zu gewinnen.
Klaus Seier schrieb das Gelingen ihrer über fünfzigjährigen Ehe stets ihrer Geduld und Loyalität zu. „Ich war doch ständig unterwegs“, sagte er, „und sie hat alles getragen.“ Marianne Seier erinnert sich dankbar an die Männer aus den Familien Wähler und Seier, die ihr in schwierigen Zeiten mit Respekt, Rat und Tat zur Seite standen.

Marianne und Klaus Seier mit Enkelin Tessa-Thalea beim Tag der offenen Tür 19XX
Nach dem Tod ihres Mannes blickt sie mit Ruhe und Dankbarkeit auf ein gemeinsames Leben voller Aufgaben und Verbundenheit zurück.
v.l.n.r.; Marie, Marianne und Regina Seier.
hinten: Ulrich und Klaus Seier
